Von der Behandlung in die Selbsthilfe

In Duisburg gibt es unterschiedliche Anlaufstellen für Menschen mit Suchtproblemen: Kliniken für Entzug und Behandlung, Fachkliniken für Rehabilitation sowie Beratungsstellen für ambulante Unterstützung und Nachsorge.

Der Kreuzbund stellt seine Selbsthilfeangebote regelmäßig in diesen Einrichtungen vor. So können Betroffene und zum Teil auch Angehörige bereits während der Behandlung oder Beratung erfahren, wie es nach der Entlassung oder Therapie weitergehen kann – und welche Unterstützung im Alltag möglich ist.

Warum Selbsthilfe nach der Behandlung wichtig ist

Viele Menschen erleben die Zeit nach Klinik, Entzug oder Therapie als besonders sensibel. Im geschützten Rahmen einer Einrichtung ist vieles klarer geregelt als später im Alltag. Gerade dann kann Selbsthilfe helfen, Kontakte aufzubauen, Rückhalt zu finden und den nächsten Schritt nicht allein gehen zu müssen.

Selbsthilfegruppen bieten Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Sie schaffen feste Anlaufstellen im Alltag und können dabei helfen, Stabilität zu gewinnen und dranzubleiben.

Auch Studien zeigen, dass Selbsthilfegruppen die Chancen auf eine langfristig stabile Abstinenz verbessern können. Gerade nach Behandlung oder Therapie sind sie für viele Menschen ein wichtiger stabilisierender Faktor im Alltag.

Qualifizierter Entzug

Helios Marien Klinik (Duisburg-Hochfeld)

Die Helios Marien Klinik bietet in ihrer Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik qualifizierte Entzugsbehandlungen an. Menschen mit Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit finden hier medizinische Sicherheit, therapeutische Begleitung und Unterstützung in einer Phase, in der oft vieles gleichzeitig in Bewegung gerät.

Ein Entzug ist für viele nicht einfach ein medizinischer Schritt, sondern ein Wendepunkt. Neben der körperlichen Stabilisierung geht es häufig auch um Ängste, Unsicherheit, Scham, Rückfallrisiken und die Frage, wie ein Leben ohne Suchtmittel im Alltag gelingen kann. Genau deshalb ist die Zeit nach der Behandlung so wichtig.

Selbsthilfe kann an diesem Punkt eine tragfähige Ergänzung sein. Wer den Kreuzbund schon während der Behandlung kennenlernt, hat nach der Entlassung oft einen ersten konkreten Anknüpfungspunkt. Das senkt Hemmschwellen und erleichtert den Schritt in eine Gruppe. Aus einem abstrakten „Man müsste mal“ wird so eher ein konkreter nächster Schritt.

Bertha Krankenhaus (Duisburg-Rheinhausen)

Das Bertha Krankenhaus gehört zu den Sana Kliniken Duisburg und bietet in seiner Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik qualifizierte Entzugsbehandlungen an. Menschen mit Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit erhalten hier medizinische Versorgung und therapeutische Begleitung in einer akuten und oft belastenden Lebensphase.

Nach einer Entzugsbehandlung beginnt für viele erst die eigentliche Herausforderung: der Alltag. Alte Gewohnheiten, belastende Beziehungen, Einsamkeit oder Überforderung verschwinden nicht automatisch mit dem Klinikaufenthalt. Umso wichtiger ist es, nach der Behandlung nicht ohne Anschluss weitergehen zu müssen.

Der Kreuzbund kann hier eine verlässliche Brücke sein. Selbsthilfegruppen schaffen feste Termine, Austausch auf Augenhöhe und die Möglichkeit, Erfahrungen offen anzusprechen. Für viele Menschen ist genau das ein stabilisierender Faktor: nicht wieder bei null anfangen zu müssen, sondern in eine Gemeinschaft zu kommen, die versteht, worum es geht.

Qualifizierter Entzug & stationäre Rehabilitation

St. Camillus Fachklinik (Duisburg-Walsum)

Die St. Camillus Fachklinik ist auf die Behandlung von Suchterkrankungen spezialisiert und bietet Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen einen geschützten Rahmen für Stabilisierung, Behandlung und Rehabilitation. In der Klinik arbeiten unterschiedliche Berufsgruppen eng zusammen, um medizinische, therapeutische und persönliche Entwicklungsschritte miteinander zu verbinden.

Für viele Patientinnen und Patienten ist diese Zeit entscheidend: Sie gewinnen Abstand zum bisherigen Konsumverhalten, entwickeln neue Perspektiven und erleben zum ersten Mal seit langer Zeit wieder mehr Struktur, Klarheit und Orientierung. Gleichzeitig entsteht oft auch die Frage, wie dieser Weg nach dem Klinikaufenthalt im Alltag weitergeführt werden kann.

Genau hier setzt die Verbindung zur Selbsthilfe an. Der Kreuzbund kann helfen, den Übergang aus der stationären Behandlung in den Alltag nicht allein bewältigen zu müssen. Gruppen bieten regelmäßige Begegnung, ehrlichen Austausch und die Erfahrung, mit Herausforderungen nicht isoliert zu bleiben. Selbsthilfe ersetzt keine Therapie – sie kann aber viel dazu beitragen, Erarbeitetes zu stabilisieren und den Neustart im Alltag zu stützen.

Beratung & ambulante Begleitung

Suchthilfezentrum Nikolausburg (Duisburg-Ruhrort)

Das Suchthilfezentrum Nikolausburg ist eine anerkannte Fachstelle für Suchtberatung und ambulante Rehabilitation des Caritasverbands Duisburg. Menschen mit Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenproblemen finden hier professionelle Unterstützung – vertraulich, individuell und wohnortnah. Auch Angehörige können sich beraten lassen und erste Orientierung finden.

Die Nikolausburg begleitet Betroffene in unterschiedlichen Phasen: von der ersten Beratung über ambulante Hilfen bis hin zur weiterführenden Stabilisierung. Dabei geht es nicht nur um die Sucht selbst, sondern auch um die Lebenssituation insgesamt – zum Beispiel um Familie, Arbeit, Rückfälle, Belastungen im Alltag und neue Perspektiven.

Gerade an dieser Schnittstelle wird deutlich, wie wichtig Selbsthilfe sein kann. Wer nach Beratung oder ambulanter Begleitung nicht allein weitergehen möchte, findet im Kreuzbund eine Möglichkeit, dranzubleiben, Erfahrungen zu teilen und verlässliche Kontakte aufzubauen. Für viele ist das ein wichtiger Schritt, um Veränderung im Alltag wirklich tragfähig werden zu lassen.

Wie geht es weiter

Wer nach einer Behandlung, Therapie oder Beratung Anschluss an eine Selbsthilfegruppe sucht, findet beim Kreuzbund in Duisburg verschiedene Angebote für Betroffene und Angehörige.

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